Projekte in Umsetzung

Eisstadion


Foto: Christine Vincon

Eisstadion Innenperspektive <br>Feigel-Dumps Architekten
Eisstadion Innenperspektive
Feigel-Dumps Architekten

Umbau und Sanierung der Eishalle 1

Aufgrund statischer Probleme in der Dachkonstruktion, die ohne Gegenmaßnahmen eine Stilllegung der Halle zum Ende der Saison 2018/19 nach sich ziehen würden, sowie wegen erheblicher Defizite in den technischen Anlagen, die überwiegend aus den 1980er Jahren stammen und nicht zuletzt einen erheblichen Energieverbrauch verursachen, ist eine umfassende Sanierung des Eisstadions am Gutenbergweg zwingend erforderlich.

Weil der Spielbetrieb der Nachwuchsteams und der Profi-Mannschaft des EV Landshut möglichst reibungslos aufrechterhalten werden soll, ist die Sanierung über drei Bauabschnitte hauptsächlich in der spielfreien Zeit geplant. In einem ersten Schritt wurde ab Anfang Mai 2019 die Dachkonstruktion durch eine dauerhafte, den klimatischen Hallenbedingungen angepassten Neukonzeption ersetzt. In den weiteren Bauabschnitten erfolgt dann die  Modernisierung der Kältetechnik mit energieeffizienter Kälteerzeugung und Nutzung der Abwärme, eine Verkleinerung der Eisfläche insbesondere zur Reduzierung der notwendigen Kälteleistung sowie die Erneuerung der Lüftungsanlage zur Gewährleistung eines energieoptimierten Kaltluftsees über der Eisfläche. Außerdem wird das Stadion sicherheitstechnisch ertüchtigt, unter anderem indem die Fluchtwege angepasst werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Neubau der Stehplatztribüne Ost vorgesehen. Außerdem wird die Zuschauerkapazität von derzeit knapp 7000 auf ca. 4500 Zuschauer gesenkt, um einen nachhaltigen Betrieb zu gewährleisten. Zudem wird die Beleuchtung gemäß heutiger Standards auf LED-Technik umgestellt. Im abschließenden Bauabschnitt ist die Neugestaltung der Außenanlagen vorgesehen, um der an der Isar, mit deutlicher Wirksamkeit für den Stadteingang gelegenen Eishalle ein neues Erscheinungsbild zu geben und eine bessere Integration, auch in immissionstechnischer Hinsicht, in das angrenzende Wohngebiet zu schaffen.

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf etwa 22 Millionen Euro veranschlagt. Der letzte Bauabschnitt soll zu Beginn der Saison 2021/2022 abgeschlossen werden. Ab Herbst 2021 soll dem Eislaufverein dann ein in jeglicher Hinsicht zeitgemäßes Stadion mit Platz für ca. 4500 Fans zur Verfügung stehen.

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Wie das Eisstadion nach Abschluss der Sanierung aussehen könnte, lässt das Modell erahnen.
Wie das Eisstadion nach Abschluss der Sanierung aussehen könnte, lässt das Modell erahnen.

Der erste Bauabschnitt konnte planmäßig abgeschlossen werden. Nach dem Abbruch der alten Dachkonstruktion samt Tragwerk und den alten Wänden im Sommer und dem Wiederaufbau der Dachstahlträgerkonstruktion im Juli erweckt die neue Konstruktion nun ein großzügigeres Raumgefühl. Die Decke ist mit elf Metern deutlich höher. Zwei Autokräne mit einem Gewicht von bis zu 250 Tonnen hoben die 20 Tonnen schweren Stahlträger über die Wände, damit das Tragwerk montiert werden konnte. Am 23. Juli wurde das Richtfest gefeiert. Weiter ging es  mit der Fertigstellung der Dachkonstruktion und -eindeckung sowie den Rauchabzugsöffnungen. Im August wurden die Außenfassaden erneuert (Ausnahme bildet die Ostseite, da dort die Tribüne abgerissen wird). Im selben Monat wurden zudem die Technik in der Halle erneuert und die komplette Beleuchtung ausgetauscht.
Die provisorischen Stehplatzkassen auf der Ostseite wurden in Betrieb genommen. Restaurant und VIP-Raum, wo es während des ersten Bauabschnitts „Wassereinbrüche“ gab, wurden getrocknet und Schäden beseitigt.
Parallel zum Spielbetrieb liefen die Planungen für den zweiten Bauabschnitt. Im dritten und letzten Bauabschnitt 2021 folgt die Neugestaltung der Außenanlagen.

Januar 2020: Die Stadt hat sich ein zweites Mal auf Aufnahme des Projekts in das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) aufgelegte Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beworben. Auf Einladung von Oberbürgermeister Alexander Putz machte sich eine hochrangige Delegation um Stephan Mayer (CSU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, auch vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Baumaßnahme. Den vollständigen Artikel dazu finden Sie hier.

Bausenat 31. Januar: Die Stadt beabsichtigt, im Zuge der Generalsanierung der städtischen Eishalle auch die Kälte- und Wärmetechnik, die das Landesleistungszentrum Eishockey mit versorgt (Funktionsbau und Eishalle II), zu erneuern. Da die Maßnahme im Nachgang zu den bereits erfolgten Sanierungsmaßnahmen am Funktionsbau und der Eishalle II mit Mitteln der Sportförderung bezuschusst werden kann, wurde im Juli 2019 ein Zuwendungsantrag bei der Regierung von Niederbayern eingereicht und die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragt, um umgehend mit der Durchführung der Maßnahme beginnen zu können. Mit Schreiben der Regierung von Niederbayern im Dezember 2019 wurde die Zustimmung erteilt und eine Zuwendung in Höhe von bis zu 499.350,- € in Aussicht gestellt. Die vollständigen Unterlagen dazu finden Sie hier.

Frühjahr 2020: Der 2. Bauabschnitt beginnt im April. Die Kälteanlage wird erneuert. Die alte Stehplatztribüne wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, der nicht zuletzt als Aussteifungsbauwerk für die bereits installierte neue Dachkonstruktion dient. Im Modell fällt insbesondere der Balkon auf: Dort werden einige Sitzplatzreihen entstehen. Im kommenden Herbst wird die Westtribüne des Stadions fertig sein. Die Neugestaltung der Osttribüne mit Oberrang (Sitzplätze) und Unterrang (Stehplätze) erfolgt inklusive neuer Fassade im Außenbereich im Bereich der Stehplatz-Kassen. Neben der neuen Tribüne mit innen liegenden Aufgängen wird der offene Bistrobereich anstelle des Restaurants eine Neuerung werden. Das Restaurant wird nach aktueller Planung aber erst nach der kommenden Saison umgebaut. Außerdem wird ab Mitte April die Modernisierung der Kältetechnik mit energieeffizienter Kälteerzeugung erfolgen. Bereits ab 6. April werde das Kältemittel entnommen. Im Herbst soll die Westtribüne fertiggestellt sein. Die Zuschauerzahl wird im Sitzplatzbereich mit 1.200 Sitzplätzen etwas weniger, Stehplätze werden in der Saison 2020/21 ca. 1.800 zur Verfügung stehen.

Der Bund wird die Generalsanierung des Eisstadions am Gutenbergweg mit zwei Millionen Euro aus dem Topf des Programms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ fördern. Diese positive Nachricht überbrachte Florian Oßner (CSU), direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Landshut-Kelheim, Oberbürgermeister Alexander Putz am 11. März unmittelbar nach dem entsprechenden Beschluss des Haushaltsausschusses des Bundestags. Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

AKTUELLES: Der zweite Bauabschnitt der Sanierung des Landshuter Eisstadions kann schneller starten als geplant. Wegen des vom Coronavirus erzwungenen vorzeitigen Saisonendes im deutschen Eishockey hat der Abbruch der Stehtribüne nicht erst nach den Osterfeiertagen, sondern schon am 30. März begonnen. Die Eisfläche wird von 30 auf 28 Meter Breite verschmälert und eine neue Bande installiert. Die Sitztribüne auf der Westseite wird mit neuen Sitzen ausgestattet,  der Rückbau der alten Bestuhlung hat am 1. April begonnen.


Eine Besucherdelegation  überzeugte sich von den Fortschritten der umfangreichen Baumaßnahme: Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (von links), Landtagsabgeordnete und Stadträtin Jutta Widmann, Oberbürgermeister Alexander Putz, Bundestagsabgeordnete Nicole Bauer, Parlamentarischer Staatssekretär Stephan Mayer, DEB-Präsident Franz Reindl, Bundestags-Direktabgeordneter Florian Oßner, Ex-Nationalmannschaftskapitän Alois Schloder und Landtags-Direktabgeordneter Helmut Radlmeier

Sehen Sie mehr - Videosammlung zur Sanierung

Hier finden Sie mehrere Berichte zur Sanierung von Niederbayern TV:

Stand 31. Mai

Stand 19. Juli

Stand 26. September

Weiteres Video:

1. Bauabschnitt Dachsanierung Youtube

Bauherr:    Stadt Landshut
Projektleitung: Amt für Gebäudewirtschaft
Baubeginn: Mai 2019
Geplante Baufertigstellung:    Oktober 2021
Voraussichtliche Kosten:
22 Millionen Euro
Förderung:

Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative: 67.290 Euro
2 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur"

Die alte Stehplatztribüne wird nach der laufenden Saison abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.
Die alte Stehplatztribüne wird nach der laufenden Saison abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.