Projekte in Planung

Grundschule NordWest

Perspektive Grundschule NordWest<br>Krucker Architekten mit Balliana Schubert Landschaftsarchitekten
Perspektive Grundschule NordWest
Krucker Architekten mit Balliana Schubert Landschaftsarchitekten

Neubau einer 4-zügigen Grundschule, mit Erweiterungsoption auf 5 Züge inklusive Mittagsbetreuung und Hort; Turnhalle als Erweiterungsbau der bestehenden Turnhalle der Wirtschaftsschule

Der im Februar 2016 verabschiedete Schulentwicklungsplan sieht den Bau von zwei zusätzlichen Grundschulen vor, um den steigenden Einwohner- und Schülerzahlen Rechnung zu tragen. Eine Neuordnung der Schulsprengel und der geplante Neubau der Grundschule Nordwest an der Oberndorfer-/Parkstraße sollen die bestehenden Grundschulen St. Wolfgang und St. Nikola entlasten. Die Kosten für die neue Grundschule Nordwest werden auf 37,6 Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2021 vorgesehen; bis zum Start des Schuljahres 2023/24 soll die neue Grundschule fertig sein.

Die Grundschule soll, begründet durch neue Lehrpläne und Lehrmethoden, auch räumlich auf diese Anforderungen reagieren und wird im Unterrichtsbereich in sog. Clustern mit Lernzentren realisiert. Der Frontalunterricht (Orientierung zur Tafel, Lehrer vermittelt den Lernstoff) wird zukünftig nur noch einen geringen Teil des Unterrichtes ausmachen. Die Vielfalt von Kindern und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Lernstilen, Begabungen und Bedürfnissen soll sich in den Lernumgebungen widerspiegeln. Ausreichende Anzahl an Möglichkeiten für eine Differenzierung des Unterrichtes, insbesondere der Inklusion, Kleingruppenarbeit, Beratungsgespräche, für die Arbeit in Teams sowie Lagermöglichkeiten für Materialien sollen realisiert werden.
Die Schule soll nicht nur Lern- und Arbeitsraum, sondern auch Lebensraum sein, der als solcher auch mit entsprechender Aufenthaltsqualität gestaltet werden muss.

Lesen Sie mehr

Hier soll das Lernen, voraussichtlich ab 2023, wirklich Spaß machen: die neue Grundschule Nord-West
Hier soll das Lernen, voraussichtlich ab 2023, wirklich Spaß machen: die neue Grundschule Nord-West.

Das Projekt setzt sich aus drei Baukörpern zusammen: der Schule, einem radialen Bau mit Laubengang, organisiert in sogenannten Clustern mit Lernzentren, dem siebenzügigen Hort in Wabenstruktur sowie einer eingeschossigen Sporthalle mit einem zweigeschossigen Funktionstrakt. Der Entwurf sieht zwei zylindrische Baukörper für Grundschule (dreigeschossig) und Hort (zweigeschossig) vor. Die notwendige Turnhalle wird als Erweiterungsbau der bestehenden Turnhalle der Wirtschaftsschule ausgeführt. Durch die Anordnung der Einzelbaukörper und das Verlagern der neue Turnhalle an die alte Halle wird großzügiger Außenraum auf dem Grundstück geschaffen.

Dem Raumprogramm für die Grundschule liegen die „Leitlinien für die Schulneubauten in Landshut“ des Staatlichen Schulamts in Landshut und die Flächenanforderungen des städtischen Schulverwaltungsamts zu Grunde. Gemäß dieser Leitlinien wird Schule als Zentrum des Lernens verstanden, in dem Schüler alleine und mit anderen das Lernen lernen und über die Dinge des Lebens lernen. Um den vielfältigen Anforderungen an einen modernen, zukunftsweisenden Schulbau zu entsprechen, wurden in den Schulen Raumkonzepte umgesetzt, die in dezentralen Lernbereichen angeordnet sind: das sogenannte Konzept der Lernhäuser. Mensa und Außensportflächen werden mit der Wirtschaftsschule gemeinsam genutzt. Bei der Freiflächengestaltung wird somit eine räumliche und optische Beziehung zwischen der neuen Grundschule und der bestehenden Wirtschaftsschule geschaffen. So soll der Eindruck vermittelt werden, es handle sich um ein Schulgelände. Die Laufbahn wird an die Westgrenze des Gesamtgrundstücks verlegt; inmitten des Areals entsteht ein Rasenspielfeld. Das Hausmeisterhaus und die bestehende Fahrradhalle werden abgerissen. Das Hausmeisterhaus wird im Nordwesten neu gebaut. Die Hol- und Bringzone für die Schulkinder („Kiss & Ride“) wird in die Oberndorferstraße verlegt. Dafür wird am oberen Parkplatz der Grundschule eine Wendemöglichkeit geschaffen, um die anschließende Wohnsiedlung nicht übermäßig durch das erhöhte Verkehrsaufkommen zu belasten. Die Straßenecke Parkstraße/ Oberndorferstraße soll zudem durch ein Leitsystem am Bürgersteig und einen zusätzlichen Zebrastreifen nach der Verkehrseinmündung für Schüler und Fußgänger sicher gestaltet werden. Inmitten des Baumbestandes wird ein „Spielwald“ etabliert.

Für für die Realisierung der GS Nordwest muss der bestehende Bolzplatz aufgelöst werden, der bisher zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung stand. Die Verwaltung wird jedoch prüfen, ob es zwischen der alten und neuen Siedlung Wolfgang einen anderen Ort gibt, an dem ein neuer Bolzplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Da der bestehende Kinderspielplatz Ecke Parkstraße/Oberndorferstraße aufgelöst werden muss, werden mögliche Alternativen geprüft.

Nachdem die Auslobung an der Parkstraße noch eine vierzügige Grundschule mit Erweiterungsoption vorgesehen hatte, wurde für die Planung nun die Fünfzügigkeit zu Grunde gelegt. Eine Entscheidung wird auf der Basis aktueller Schülerzahlen gefällt.

Zeitplan: 

Februar 2018: Architektenwettbewerb

August 2018: Preisgericht

November 2018: Stadtratsbeschluss zur Auftragsvergabe an die Sieger der Ausschreibung

Januar 2019: Beauftragung für technische Gebäudeausrüstung, Elektrotechnik und Statik

Projektstart: im März 2019: Basierend auf dem Wettbewerbsergebnis und dem anschließenden VgV-Verfahren wurden im März 2019 die Planungen zum Neubau der Grundschule Nordwest begonnen. Die Planung wurde in regelmäßigen Besprechungsterminen und in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, der Vertreterin des staatlichen Schulamtes, dem Schulverwaltungsamt, den Architekten und Fachplanern diskutiert und fortentwickelt.

September 2019: Vorstellung des Vorentwurfs im Bausenat (alle Unterlagen dazu finden Sie hier; Punkt 2)

Entwurfsplanung: bis März 2020, nach Bestätigung der Gremien Erarbeitung von Baugenehmigung und Förderantrag

Einreichung des Förderantrags bis Mai 2020

Juno 2020: Einreichung des Bauantrags (genehmigungsfähige Eingabeplanung), Beginn der Werk- und Ausführungsplanung

Ende der Vorarbeiten: Herbst 2020

Ende 2020/Anfang 2021: Angebotseinholung nach Vorliegen des Förderbescheids

Baubeginn voraussichtlich 3. Quartal 2021

Fertigstellung: geplant 2023

Bauherr:    Stadt Landshut
Projektleitung: Amt für Gebäudewirtschaft
Baubeginn:
Frühjahr 2021
Geplante Baufertigstellung:    Schuljahresbeginn 2023/24
Kosten:
geschätzte Bau- und Baunebenkosten 37,6 Millionen Euro (Stand 3. Quartal 2019)
Förderung: geschätzt voraussichtlich nach Art. 10 FAG 12 Millionen Euro; förderfähige Kosten für eine fünfzügige Schule ca. 24,4 Millionen Euro

Entwürfe

ARGE Studio Leuschner Büro Krucker Balliana Schubert, München/ Zürich

Ziel des Entwurfs ist es, den Charakter der bestehenden Parklandschaft zu bewahren. Dazu werden Schule und Hort jeweils als runde, pavillonartige Gebäudekörper in den unbewachsenen Bereichen des Grundstücks angeordnet, wodurch der umgebende Landschaftsraum durchlässig und zusammenhängend erscheint. Der Baumbestand bleibt fast vollständig erhalten und wird durch Neupflanzungen ergänzt. Die Einfachsporthalle ist als Grenzbebauung zur bestehenden Zweifachsporthalle der Wirtschaftsschule angedacht, wodurch sich funktionale Synergien und eine bessere Ausnutzung des Grundstücks ergeben.