Projekte in Umsetzung

Neubau des Gründerzentrums "LINK"

Das neue Gebäude an der Kiem-Pauli-Straße
Das neue Gebäude an der Kiem-Pauli-Straße

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie fördert einen gemeinsamen niederbayerischen Antrag für ein Gründerzentrum und Netzwerkaktivitäten im Bereich Digitalisierung an den Hochschulstandorten Passau, Landshut und Deggendorf. Neben Gebäuden sollen durch ein tragfähiges Netzwerk für Existenzgründer und etablierte Unternehmen individuelle Standortvorteile im Bereich Digitalisierung entwickelt beziehungsweise ausgebaut werden. Diese Netzwerkaktivitäten werden in Landshut über den LINK Landshuter Innovations- und Kreativzentrum e.V. abgewickelt.
LINK e.V. wird im Wesentlichen getragen von Stadt und Landkreis Landshut sowie der Hochschule Landshut.

In der Nähe der Hochschule Landshut, an der Kiem-Pauli-Straße 8, entsteht bis Mitte 2020 ein dreigeschossiges, modernes, flexibles Gebäude mit vielen Services. Das neue Gründerzentrum Landshut ist eine Anlaufstelle für Startups, Gründer und Kreative aus der Region. Im Gebäude entstehen Besprechungsräume und 18 Büros. Gründercafé und Co-Workingzone bilden im Eingang den Kern des Bauwerks. Dort können auch Büroräume angemietet werden, Ansprechpartner ist Philipp Landerer, landerer@link-landshut.de, Mobil +49 163 6372989. reserviert. Die Stadt vermietet die Büros an Gründer, die im Bereich Digitalisierung tätig sind. Interessierte erhalten nähere Informationen bei Claudia Obermaier, Telefon 881406. Im Juli soll der Einzug in das neue Gebäude erfolgen.

Weitere Informationen unter www.link-landshut.de

Videoreihe „Gründen in Deiner Region“

Deutschland verfügt über beeindruckende regionale Gründer-Ökosysteme, aus denen starke Unternehmerinnen und Unternehmer hervorgehen, wie die neue Videoreihe der Gründungsoffensive „GO!“ zeigt. Mit der Videoreihe „Gründen in Deiner Region“ werden verschiedene Gründungsstandorte vorgestellt. In der Reihe geben auch Gründer*innen und Gründungsförderer aus Landshut Einblick in ihre Motivation, ihre Erfahrungen und die besonderen Vorzüge, die die Region Landshut angehenden Unternehmer*ìnnen insbesondere der Gründungsphase bietet:

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Montage: © Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten
Montage: © Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten

Zeitplan:

Februar 2017: Beginn der Planung nach Vergabe der Objektplanung im VgV-Verfahren
Weitere Vergaben an Fachplanungen Freianlagen, Versorgungs-, Elektrotechnik, Brandschutz, usw.

Juli 2017: Vorstellung der Vorentwurfsplanung im Bausenat, Beschluss: Zustimmung zum Vorentwurf

November 2017: Vorstellung der Entwurfsplanung im Bausenat, Beschluss: Zustimmung zum Entwurf

Mitte Januar 2018: Einreichung des Förderantrags;  Einreichung der Genehmigungsplanung

Mai 2018: Genehmigung erteilt

April 2018: Entscheid zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn

August 2018: Zuwendungsbescheid Bewilligung Förderung gem. Art. 23 und 44 der BayHO des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Energie und Technologie

Der Baubeginn erfolgte im August 2018. Einen Videobeitrag zum Spatenstich finden Sie hier.

Der Rohbau ist abgeschlossen. Seit Ende April 2019 laufen die Arbeiten zum Innenausbau. Im August erfolgten die  Außenputzarbeiten.

Inzwischen ist die Baustelle weit vorangeschritten, im Juli soll der Einzug erfolgen. Ein Großteil der Büros ist bereits reserviert. Derzeit erfolgen Restarbeiten im Innenereich und bei den Freianlagen.

Städtebauliche Situation:

Der Neubau des Gründerzentrums erfolgt auf dem Grundstück der Stadt Landshut im Gewerbegebiet Schönbrunn. Städtebaulich schließt der parallel zur Straße angeordnete Baukörper das Gewerbegebiet zur Wohnbebauung im Norden ab. Die Erschließung des Geländes erfolgt über die Kiem-Pauli-Straße. Stellplätze sind südlich vor dem Gebäude angeordnet. Eine Anfahrt im Westen ermöglicht die Anlieferung über die Westseite des Gebäudes. Im Osten ist eine etwaige Erweiterung möglich.

Kennzahlen:

Gebäudeabmessungen
Länge Baukörper: 45,73m
Breite Baukörper: 16,73m
Grundstücksfläche: 2589,6 m²
Nutzfläche (HNF): ca. 1.347 m²
Bruttorauminhalt: ca. 9.696 m³

Der Innenraum:

Der dreigeschossige Baukörper gliedert sich in einen öffentlicheren Bereich im Erdgeschoss mit Café, Besprechungsräumen, Konferenzraum und einem Büroraum. Räume wie Sanitärbereich, Küchen für das Café, Haustechnik- und Serverräume werden im Nord-Westen gebündelt. An den Stirnseiten des Gebäudes befinden sich südlich die beiden Treppenhäuser, die den Zugang zu den Büros in den zwei Obergeschossen ermöglichen. Ein Aufzug ist im Nord-Osten des Gebäudes gegenüber des Treppenhauses angeordnet.
In den Obergeschossen befinden sich 18 Büroräume von rund 24 bis 71m² sowie das Gründer-Labor im 2. Obergeschoss von rund 95m², ausgestattet mit einer Lötstelle und Arbeitstischen, um schnell und kostengünstig Ideen auszuprobieren und zu testen. Die Büros sind individuell vermietbar.
In der Mittelachse befinden sich die Erschließung sowie eine Co-Working-Zone zum gemeinschaftlichen Arbeiten und Kommunikation für den „informellen“ Austausch, der bei Gründerzentren besonders wichtig ist.

Das Gebäude ist barrierefrei, verfügt über einen Aufzug und eine behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss. Der Eingangs- und Cafébereich ist öffentlich, die oberen Geschosse sind beschränkt über eine Zugangskontrolle zugänglich.

Konstruktion:
Die Fassadengliederung ergibt sich aus der Büronutzung. Die resultierende Anordnung der Fenster ergibt ein geordnetes, wohlproportioniertes Erscheinungsbild. Gleichgroße Holz-Aluminiumfenster mit quadratischer Verglasung sowie außenliegendem, textilen Sonnenschutz gewähren den Bezug zwischen Innen- und Außenraum. Die Lüftung der Büros erfolgt über eine Lüftungsanlage. Diese befindet sich auf dem extensiv begrünten Dach. Das Flachdach ist leicht nach Norden geneigt und von einer Attika umschlossen. Die Photovoltaik-Elemente sind maximal ausgelegt.
Durch Boden- und Deckenbeläge aus textilem Belag und schallabsorbierenden Akustiksegeln wird in den Büros ein angenehmer Arbeitscharakter erzeugt. Sichtbetonstützen gliedern den Flur- bzw. Co-Working-Bereich mit Sitzgarnituren und Gesprächsinseln. Die Innenwände bilden in diesen Bereichen den zurückhaltenden Rahmen, der durch die Möblierung der Co-Working-Zone individualisiert wird. Die Wärmeerzeugung erfolgt über das Fernwärmenetz der Stadt Landshut, die Wärmeverteilung über eine Fußbodenheizung. Das Gebäude erhält einen Glasfaseranschluss.

Weitere Infos

Im Februar 2020 waren Gründer und Interessierte zu einer Baustellenbesichtigung eingeladen. Wirtschaftsförderer Michael Luger begrüßte die Gründer und versprach einen informativen Rundgang, an dessen Ende sie auch ihre Anregungen zur geplanten Inneneinrichtung einbringen können. Auch Oberbürgermeister Alexander Putz freute sich über das große Interesse. „Die künftigen Nutzer sollen sich hier wohlfühlen“, sagte Putz. Das Gründerzentrum werde den jungen Unternehmen optimale Bedingungen bieten. „Wir stellen hier ein Gewächshaus zur Verfügung, in dem Sie besonders gut erblühen können.“ Das Gründerzentrum sei auch ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, aber auch der Hochschule Landshut. Er freue sich, dass die Hochschule vom Bund großzügige Mittel zur Gründerförderung erhalte. Der Startup-Service „LINK@Hochschule“ werde ein Bindeglied für Gründungsinteressierte. Putz nutzte die Gelegenheit auch, um den Gründern für ihr Engagement in Landshut und Netzwerk-Manager Philipp Landerer für seine Arbeit zu danken. Das Gründerzentrum sei ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Zukunft der Region. „Wir brauchen junge Gründer. Es gibt viele spannende, innovative Unternehmen in Landshut und ich bin mir sicher, es werden noch mehr.“
Bei der Besichtigung der Baustelle erläuterten die Projektleiter Edith Zehntner vom Amt für Gebäudewirtschaft und Christoph Schmidt von Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten die Gestaltung des Neubaus mit Solaranlage, Spannbetondecken und flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. Neben dem Haupteingang befindet sich die Cafeteria mit Terrasse, die der Begegnungsort des offenen Hauses wird. Im Erdgeschoss gibt es darüber hinaus einen Barbereich, zwei Besprechungsräume und einen großen Konferenzbereich, der sich auch für Veranstaltungen mit bis zu 100 Leuten nutzen lässt. Neben mehreren Technikräumen und dem Sanitärbereich befinden sich dort zwei Treppenhäuser, die die Obergeschosse erschließen. Im ersten und zweiten Stock sind die Büros, die an die breite Flur-Zone anschließen. Dieser Bereich in der Mitte bildet das Herzstück der beiden oberen Stockwerke. Vom Kickerkasten bis zur Ruhezone sind hier vielfältige Einrichtungsmöglichkeiten denkbar. Die kleinsten Büroeinheiten bieten Raum für maximal drei Arbeitsplätze. An eine zentrale Teeküche wurde ebenso gedacht wie an eine Dusche. Der Gemeinschaftsbereich wird einen Lounge-Charakter mit offenen Arbeitsplätzen erhalten. Auch auf die technische Ausstattung gingen die Projektleiter bei der Präsentation des Zwischenstands ein.

Projektleitung: Amt für Gebäudewirtschaft
Baubeginn: August 2018
Geplante Baufertigstellung:   Ende Juni, Aufnahme der Nutzung im Juli 2020
Kosten:  5,8 Millionen
Förderung: 

Förderung nach Art. 23 und 44 BayHO 3,77 Millionen €