Projekte in Planung

Staatliche Realschule

Perspektive der Realschule; Stuttgarter Architekturbüro Dasch-Zürn
Perspektive der Realschule; Stuttgarter Architekturbüro Dasch-Zürn

Neubau einer 7-zügigen Realschule mit 3-fach Sporthalle an der Fuggerstraße, Landshut- Münchnerau

Bereits kurz nach der Generalsanierung und Erweiterung der Staatlichen Realschule Landshut im Jahr 2010 zeichnete sich ab, dass auch die Erweiterungsbauten für die steigende Schülerzahl zu wenig Platz bieten würden. Im Rahmen des Schulentwicklungsplans im Februar 2016 wurde deshalb beschlossen, die Staatliche Realschule in einem Neubau unterzubringen. Im März 2018 stimmte der Bausenat der Vorentwurfsplanung zu. Die Kosten belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf 52,5 Millionen Euro, wobei die Stadt mit Fördermitteln des Freistaats in Höhe von rund 23 Millionen Euro rechnen kann. Der Baubeginn für die siebenzügig geplante Schule und eine Dreifachturnhalle ist für das Frühjahr 2020 geplant, die Fertigstellung ist für Ende 2022 vorgesehen.

Mit eingeplant ist auch aufgrund der vielen Synergien und Überschneidungen die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für Realschulen. Die Förderung stand allerdings bis vor kurzem auf der Kippe. Nach Einsatz politischer Mandatsträger bei den zuständigen Ministerien, erreichte die Stadtverwaltung im April 2019 die Förderzusage der Regierung für den Neubau der Staatlichen Realschule inklusive der Dienststelle des Ministerialbeauftragten.

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Zeitplan:

Mai - Juli 2017: Architektenwettbewerb

Sommer 2017: Auftragsvergabe Objekt- und Freianlagenplanung und Auftragsvergaben an Fachplanungen Tragwerk, Versorgungs-, Elektrotechnik

2017-2018: Weitere Auftragsvergaben Fachplanungen Brandschutz, Küchenplanung, Bauphysik, Raumakustik, etc.

September 2017: Beginn der Vorentwurfsplanung

März 2018: Abschluss der Vorentwurfsplanung, Freigabe durch den Bausenat am 22.03.2018

März 2018: Beginn Entwurfsplanung

Herbst 2018: Erweiterung der Realschule auf 7 Züge aufgrund der zukünftigen Entwicklung der Schülerzahlen

28. Februar 2019: Entwurfsvorstellung in der Bausenatssitzung, Senat erklärt sich einstimmig einverstanden; MB-Dienststelle und Flutlichtanlage werden in die Kostenplanung aufgenommen

Juli 2019: Einreichung des Förderantrags bei der Regierung

geplant im Herbst 2019: Einreichung der Eingabeplanung

Konzept:

Das Schulgebäude mit einer polygonalen Grundriss-Geometrie auf einer Grundstücksgröße von ca. 27.750 m² wird neben den Fachklassen, Räumen für Inklusion, einem Ganztagesbereich mit Mensa und der Schulverwaltung, eine Ministerialbeauftragten-Dienststelle enthalten. Die Sporthalle wird als 3-fach Sporthalle ausgeführt (mit Option zur Erweiterung zu einer 4-fach Sporthalle). Mit dem Konzept der Wanderklassen sieht die Realschule ansteigenden Schülerzahlen positiv entgegen. Die Schüler rotieren nach jeder Stunde in die jeweiligen Fachklassen. Dadurch sind Lehrformen außerhalb der starren Raumabfolgen möglich. Dieses Konzept ermöglicht die optimale Ausstattung der Fachklassen und unterstützt zukunftsorientierte Lehrmethoden. Das neue, offene Schulhaus folgt dieser Logik, zeichnet die Bewegungsabläufe im Inneren ab und bietet durch ausgestanzte Innenhöfe spannende Blickbeziehungen.

Im Inneren des Gebäudes eröffnen sich zwei Höfe: Die überdachte Pausenfläche mit Sitzstufen als Treffpunkt sowie der Skulpturengarten als geschützte, grüne Ruhezone.
Im nördlichen Innenhof befindet sich die überdachte Pausenfläche. Als Herzstück der Schule orientieren sich hierzu im Erdgeschoss die zuschaltbare Mensa mit 100 bis 150 Sitzplätzen und Musikräume sowie der Zugang zum Pausenhof. Folgt man den Sitzstufen, die auch als Tribüne für Musikaufführungen fungieren können, so befindet man sich im ersten Obergeschoss vor der Schulverwaltung.

Der Neubau besitzt einen Ganztagesbereich. Hierzu gehören Gruppenräume, die direkt an den Pausenhof im Nord-Osten angrenzen, sowie ein Ruheraum und ein Spielgerätelager.

Auf dem Dach der Schule wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Die extensive Dachbegrünung auf Schule und Sporthalle fungiert als mechanischer Schutz der Dachhaut, als Regenwasserspeicher und trägt zur Entwässerung des Grundstücks bei.

Außenanlagen:

Die Freianlagen und Sportanlagen der neuen staatlichen Realschule werden als ein gestalterisches Gesamtwerk mit dem neuen Schulgebäude abgebildet. Die Gesamtfläche beträgt 21.127 m², unterteilt in 11.651 m² für Pausenhof, Vorplatz, Grünflächen und Parkplatz- und Wegeflächen, 1.304 m² für die südlichen Fahrradstellplätze inkl. Rasenmulde, 7.960 m² für die Sportanlagen und 212 m² für den Innenhof.

Städtebauliche Situation:

Mit den beiden zwischen Fuggerstraße und dem geplanten Fuß- und Radweg eingespreizten Gebäudeflügeln rahmt der Neubau einen geschützten Freibereich im Osten. Die dort verorteten Pausen- und Sportflächen orientieren sich zur grünen Flutmulde hin. Am zentralen Vorplatz in Richtung Fuggerstraße mit Bushaltebuchten und einem Kiss and Ride-Bereich befindet sich der Haupteingang, sowie der ebenerdige Zugang zur MB-Dienststelle. Über den Pausenhof wird die Sporthalle über einen separaten Eingang erschlossen und ist so für Vereine auch außerhalb der Schulöffnungszeiten nutzbar.

Bauherr:    Stadt Landshut
Projektleitung: Amt für Gebäudewirtschaft
Geplanter Baubeginn: Sommer 2020
Geplante Baufertigstellung: Sommer 2023
Kostenschätzung: 52,5 Millionen Euro
Förderung: nach Art. 10 Bay FAG

Ansichten des Siegerentwurfs

Planung des Stuttgarter Architekturbüros Dasch-Zürn